Die CDA existiert in Thüringen seit 1991. Das sind 21 Jahre Engagement für die Belange der Arbeitnehmer und ihrer Familien in einem demokratischen Rechts- und Sozialstaat, wie er seinesgleichen in der Welt sucht. Unser Engagement ist eine Politik des Dialogs, des Miteinanders und der Partnerschaft. Gerade aus den Grundlagen der katholischen Soziallehre und der protestantischen Sozialethik heraus haben wir die Interessen der Arbeitnehmerschaft in der Volkspartei CDU eingebracht und integriert. "Der Mensch ist wichtiger als die Sache" - das ist auch eine Mahnung und Aufforderung an uns selbst, den Geist von Menschlichkeit, Freundschaft und Solidarität im täglichen Leben nicht verloren gehen zu lassen. Bei dieser Aufgabe ist die Mitarbeit aller CDA-Mitglieder gefragt und aller, denen Christlich-Soziale Politik innerhalb der CDU ein Erfordernis der Stunde ist. Wir sind mehr als nur das soziale Gewissen der CDU. Ich bitte Sie deshalb um Ihr Engagement, um eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Landesvorstand, den Kreisverbänden und den Mitgliedern und lade Sie ein, bei der Gestaltung Christlich-Sozialer Politik in Thüringen mitzumachen. In Zusammenarbeit mit Verbänden und Gewerkschaften setzen wir uns ein, für die Belange der Arbeitnehmer. Wir sind in den Gewerkschaften als Christlich-Soziale engagiert und stehen für Partnerschaftlichkeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Erfolge der CDA: 1949 das Tarifvertragsgesetz 1950 das Bundesversorgungsgesetz und das erste Wohnungsbaugesetz 1951 die Montan-Mitbestimmung und der Kündigungsschutz 1952 die Betriebsverfassung, der Lastenausgleich und das Mutterschutzgesetz 1954 Kindergeld und das Baukindergeldgesetz 1955 das Personalvertretungsgesetz 1957 dynamische Rente und die Volksaktien-Initiative 1960 der Jugendarbeitsschutz 1961 die Sozialhilfe, Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand 1965 Wohngeld und die unentgeltliche Beförderung von Behinderten im Nahverkehr 1968 das Arbeitsförderungsgesetz 1969 die Lohnfortzahlung bei Krankheit und das Berufsbildungsgesetz 1986 Einführung von Erziehungsgeld, Anrechnung der Erziehungszeiten im Rentenrecht 1990 die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion als Vorstufen zur deutschen Einheit 1992 Rentenreform und der Sozialpakt für die innere Einheit Deutschlands 1993 Gesundheits-Strukturgesetz 1995 die soziale Pflegeversicherung tritt in Kraft, der Familienlastenausgleich wird zu einem Familienleistungsausgleich fortentwickelt 1997 Initiative für ein Investivlohngesetz 1999 Vermögensbeteiligungsgesetz tritt in Kraft (tariflicher Investivlohn) Wofür wir uns noch einsetzen: - einheitliche Lebensverhältnisse in ganz Deutschland - Ausbildung und Arbeit für Alle - Beteiligung der Arbeitnehmerschaft am Produktivvermögen - menschenwürdige Arbeitsbedingungen - Gleichbehandlung von Frauen und Männern und nichterwerbstätigen Müttern und Vätern - individuelle Hilfe für kranke, alte und behinderte Menschen - Beseitigung der Altersarmut - wirksamer Umweltschutz durch Öko-soziale Marktwirtschaft - Stärkung sozialer und familiärer Bindungen - Stärkung der Hilfsbereitschaft durch Selbsthilfegruppen und Sozialstationen - sowie des Sozialen insgesamt durch eine Kultur des Helfens Kurze Geschichte - Tiefe Wurzeln Die CDA entstand 1945 als Zusammenschluss der christlichen Gewerkschafter der Weimarer Republik. Die Forderung, "die wahrhaft sozial denkenden Kreise aus allen Volksschichten" in einer großen Volkspartei zusammenzuführen, wurde zum ersten Mal 1920 auf dem 10. Kongress der christlichen Gewerkschaften in Essen erhoben. Die Geschichte der CDU ist ganz maßgeblich von der Arbeit der CDA mitgeprägt. Nach 1945 stellte sich die CDA die Aufgabe, die christlich-sozialen Ideen in den neu geschaffenen Einheitsgewerkschaften und in der CDU zu repräsentieren. Die Kölner Leitsätze, das erste Manifest der CDU in Juni 1945, wurde von den christlichen Gewerkschaftern - an der Spitze Johannes Albers und ihren geistlichen Beratern, den Walberberger Dominikanern mitverfasst. In Berlin, einem anderen Gründungsschwerpunkt der CDU, war Jacob Kaiser, ein prominenter Gewerkschafter, Mitbegründer der CDU. Bei der Geburtsstunde der CDU haben also in beiden Zentren wesentlich christliche Gewerkschafter die Zeichen für christlich soziale Politik gesetzt. Die später als Sozialausschüsse der CDU wirkenden Sozialpolitiker aus den Reihen der CDA haben in allen Programmen der Volkspartei ihre Handschrift deutlich hinterlassen, nicht immer ohne Reibung mit der Mutterpartei. Besonders das Wirken von Ludwig Ehrhard und Armin Müller-Armack ist es zu verdanken, dass das Wirtschaftsgefüge der Bundesrepublik nach dem Willen der Christlich-Sozialen eine Soziale Marktwirtschaft werden sollte. Ist die Geschichte der CDA auch kurz, ihre geistigen Wurzeln reichen tief. CDA- Thüringen